so war's wirklich

Bild von housetier

Ich habe meine Aufzeichnungen gefunden, insbesondere die vom 30. November. Ich gebe sie hier so wieder wie ich sie notiert habe.


30.11.
Dritter am JobCenter, ich komme quasi sofort dran. Ich fange an zu erklären um was es geht und werde unterbrochen, dass ich kein Kunde sei und keinen Anspruch auf Leistungen hätte. Außerdem könne ich nicht einfach einen Vorvertrag abschließen, ich müsse erst das Angebot genehmigen lassen (das widerspricht allem was ich vorher gehört habe!). Ich weise darauf hin, dass ich bald wohnsitzlos werde. Die Bearbeiterin erklärt: “Ja, dann müssen Sie halt aufs Rathaus und sich ne Wohnung zuweisen lassen”. Dabei bleibt die Frage, wer die Umzugskosten zahlt, leider unbeantwortet.

Die Bearbeiterin gibt zu, dass ich sehr wahrscheinlich Anspruch hätte, zumindest in ihren Augen, aber die Bearbeitung des Widerspruchs kann sich noch ein paar Wochen hinziehen. Aber auch eine vorläufige Zahlung des Vorschuss ist sei nicht möglich.

Im Verlauf des Gesprächs meint sie ebenfalls: “Solange Sie kein Kunde sind, können Sie machen was Sie wollen – auch umziehen”. Ich sage darauf: “Ich kann eben nicht machen was ich will! Ich kann es mir nämlich nicht leisten. Selbst die 5 Euro um hierher zu fahren, hab ich mir von Mutter leihen müssen. Ich hab nichts!”

Sie sagt ich soll einen aktuellen Kontoauszug mitbringen und noch mal (am gleichen Tag) wiederkommen, sie würde mich dann zur Leistungsabteilung schicken; evtl könne der Teamleiter was machen.

(Ich frage mich, was die schon wieder mit den Kontoauszügen haben) Während ich noch einpacke, geht sie nach vorne und ruft die Nummer des Nächsten auf.

Auszüge kann ich am gleichen Tag nicht vorlegen, weil erst von “zusenden” auf “selber drucken” umgestellt werden muss. Und selbst im Schnellverfahren auf dem kurzen Dienstweg der Postbank dauert das länger, als das JobCenter offen hat.

Ich gehe also zu ELVIS um mich von Dagmar beraten zu lassen. Sie telefoniert für mich mit dem Amt für soziales Wohnen und findet heraus, dass ich am nächsten Tag einen Antrag auf einstweilige Anordnung äh klar machen soll.

Danke für deine Hilfe Dagmar!

Das waren meine Notizen, die ich am 30.11. verfasste, sobald ich Zeit hatte; ich wollte keine Details vergessen.

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.
Inhalt abgleichen